33 Quadratmeter, Lametta und der ganze Rest

DAS Studentenleben. Den ganzen Tag faulenzen, noch nie einen Finger zum Arbeiten krumm gemacht und dann auch noch denken, man könne mit seinem Intellekt die Welt retten. Wenigstens breiten sich diese Studenten zumeist nur auf beschränktem Raum aus …

Laura (22) und Janna (21) haben es sich im Alexander-Steigerwald-Wohnheim (Name geändert) in einer beschaulichen WG gemütlich gemacht: 33m² zu zweit – Küche und Bad natürlich inklusive. Der Raum ist vielseitig nutzbar: als Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Aufenthaltsbereich, Gemeinschaftsraum, Esszimmer, Wäschetrockenraum, Sportraum, Partyraum, Schnellimbiss, Restaurant … alles in Einem!

Bei akutem Platzmangel lernt man sich natürlich ziemlich schnell ziemlich gut kennen. Gemeinsames Frühstücken schweißt zusammen – auch unter erschwerten (Platz-) Bedingungen: Mit Klappstuhl am Klapptisch verwandelt sich Jannas WG-Zimmer in eine Frühstücks-Lounge – Foodsharing-Brötchen vom Vortag, aufgebacken im platzsparenden Mini-Ofen inklusive.

 

(Gemeinsames) Essen spielt im Wohnheimsleben – und überhaupt – natürlich eine tragende Rolle. Ob zusammen vor der Haustür auf der Treppe, auf der Dachterrasse oder mit erweiterter Einrichtung in einem der weiträumigen WG-Zimmer – überall wird vor und hinter Türen zusammengesessen und eine kleine Studentenfamilie entsteht. Türen stehen hier sowieso meistens offen – zum spontanen Vorbeispazieren und Kaffeetrinken, oder einfach mal zur Platzerweiterung in der 2m² großen Küche.

Knaufharter Fact: Besagte Küche weist ein Türen-Flächen-Verhältnis von 4 zu 2 auf. 4 Türen, 2 Quadratmeter – alles ist möglich.

Die Streitkultur im Wohnheims-WG-Leben wird ebenfalls beschränkt – einfach, weil man danach keinen Platz mehr hat, sich aus dem Weg zu gehen, meint Janna. Laura sagt dazu nur trocken: „Da hält man lieber zusammen und kämpft – gegen Platzmangel, Schimmel und spießige Nachbarn.“

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Trotz aller Widrigkeiten – bleiben wir doch mal ehrlich und auf dem 33m² großen Boden der Tatsachen. Das Studentenleben macht Spaß, und Laura und Janna werden bestimmt noch ihren Enkelkindern erzählen: „Ja, daamals, in diesem Wohnheim, da war immer was los … ihr Studenten von heute, was wisst ihr denn noch vom Leben…!“

Jaja, früher war alles besser – aber wohl tatsächlich auch gut. Im Alexander-Steigerwald-Wohnheim wird zusammen gefeiert, seinen Alltragsfrust kann man beim Lieblingsnachbarn los werden und jeder teilt Essen und seine verrückten Ticks mit jedem. Einmal pro Woche steht gemütliche Wohnheimskneipe an (während der EM-Zeit natürlich etwas öfter 😉 ) und wenn mal jemand eine helfende Hand braucht, gibt es immer einen Ansprechpartner.

Gefaulenzt wird hier also gerne und oft – natürlich nach Vorlesungen und getaner Arbeit ;). Und der Plan zum Weltretten wird beim Frühstück mit Klapptisch geschmiedet.

Knaufige Grüße

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